Nachdem ich nun seit 11 Jahren aus der Mittelschule und seit 8 Jahren aus der Berufsfachschule bin, ziehe ich mein Fazit:
Es ist vollkommener Blödsinn, wenn Jugendliche sich bereits in der Schulzeit zu einem Beruf entscheiden sollen. Häufig merkt man erst 4 bis 5 Jahre später, was einem liegt und was man wirklich lernen möchte.
Es ist heute Gang und Gebe den Leuten im besten Fall noch ein Soziales Jahr anzubieten, aber auch nur, wenn sie keine Ausbildung gefunden haben.
Ich habe nach mehr als 6 Jahren nach der Schule erst feststellen können, dass meine damalige Ausbildung eigentlich völlig für die Katz war, zumindest zu dem Zeitpunkt. Wieviele Informationen fehlen mir heute nach zig Jahren? 90% aller erlernten Fertigkeiten.
Besser wäre es meines Wissens, wenn alle die Jugendlichen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, eine Bedenkzeit einzuräumen. In dieser Zeit können sie in bezahlte Praktika entlassen werden oder aber Jobs annehmen, wo sie als ungelernte Kräfte Erfahrungen sammeln können. Möglicherweise kann das eine Zeit dauern, aber finden die Jugendlichen im Endeffekt dann doch ihr Potenzial, können sie die entsprechende Ausbildung mit weit größerer Motivation angehen und der Fachkräftemangel in Deutschland würde gleich beträchtlich zurückgehen.